Steueroptimierung für Unternehmer

Wie kann ich Steuern sparen?

Viele Unternehmen versuchen, ihre Steuerlast mit legalen Mitteln zu
reduzieren. Dieser Vorgang wird als Steueroptimierung oder Steuergestaltung
bezeichnet. Es grenzt sich ab vom Tatbestand der Steuerhinterziehung oder
leichtfertigen Steuerverkürzung. Steuervermeidungsstrategien zielen darauf ab,
die Steuerbemessungsgrundlage und den Steuersatz im Rahmen der Möglicheiten zu
minimieren. Unternehmen müssen unterscheiden zwischen nationalem Steuerrecht und internationalem Steuerrecht.

Optimierung im nationalem Steuerrecht

Die Steuerbemessungsgrundlage bei bilanzierungspflichtigen Unternehmen kann
durch Minimierung des Bruttovermögens und / oder Maximierung des Fremdkapitals erfolgen. Dabei werden in der Steuerbilanz von Aktivierungswahlrechten negativ und von Passivierungswahlrechten positiv Gebrauch gemacht. Die Wertansätze von Aktiva sind zu minimieren, die Wertansätze von Passiva hingegen zu maximieren.
Hier werden im deutschen Steuerbilanzrecht Bewertungswahlrechte und
sogenannte Ermessensspielräume angesetzt. Klassisch bei der Wahl der
Steuervermeidung ist eine steueroptimale Abschreibung zur Minimierung des
Bruttovermögens. Die degressive AfA wurde mit Unternehmenssteuerreform 2008
abgeschafft, sodass sich ein Wechsel von degressiv nach linear erübrigt. Weitere
Spielräume ergeben sich aus der horizontalen und vertikalen Verlustrechnung. Um
die Möglichkeiten der Steuerprogression zu nutzen, können Verluste aus
ertragsstarken Jahren vorgetragen werden. Um Umsatzsteuerzahlungen zu vermeiden, kann der Status eines umsatzsteuerbefreiten Kleinunternehmens vorgezogen werden, wobei der Grenzwert derzeit bei 17.500 Euro Jahresumsatz liegt. Gewerbesteuern fallen je nach Standort in Deutschland unterschiedlich aus, was in der Standortwahl eines Unternehmens Berücksichtigung finden kann. Eine langfristige Steuervermeidung kann allein schon durch die Rechtsform des Unternehmens günstig beeinflusst werden. Bei hohen Spitzensteuersätzen kann eine Kapitalgesellschaft vorteilhafter als eine Personengesellschaft sein. Personengesellschaften sind dadurch bevorteilt, dass keine wirtschaftliche Doppelbesteuerung auftritt.

Optimierung im internationalen Steuerrecht

Die Steuerplanung betrifft hier die gesamte Wertschöpfungskette, angefangen
von der Beschaffung bis zum Verkauf. Besonders hervorzuheben sind die Punkte:

  • Vermeidung der Doppelbesteuerung durch Doppelbesteuerungsabkommen,
  • Beachtung des internationalen Steuergefälles, Niedrigsteuerländer,
    Hochsteuerländer,
  • Standortwahl und Funktionsverlagerungen durch Tochtergesellschaften,
    Betriebsstätten oder Aktivitätenverlagerungen,
  • Verwendung von konzerninternen Verrechnungspreisen, indem der Gewinn in
    Niedrigsteuerländer erhöht und in Hochsteuerländern vermindert wird,
  • Verlustnutzung mithilfe des Double Dipping, wobei Verluste in je zwei
    Steuerstellen steuervermindernd verrechnet werden.

Unternehmensbesteuerung in Deutschland

Es wird nach 3 wesentlichen Steuertypen unterschieden:

  • Besteuerung der Substanz,
  • Besteuerung des Ertrages,
  • Besteuerung des Verbrauchs.

Bei der Substanzbesteuerung fallen im Wesentlichen die Grundsteuer, die
Vermögenssteuer, die Kraftfahrzeugsteuer und die Erbschafts- und
Schenkungssteuer an. Die Betriebsfirma auf betriebseigenem Gelände muss für das
Eigentum an Grundstücken Grundsteuer bezahlen. Wird ein Unternehmen vererbt oder verschenkt, fallen die entsprechenden Steuern an. Die wesentlichen Steuerarten
bei der Besteuerung des Ertrages sind die Körperschaftssteuer, die
Einkommenssteuer, die Gewerbesteuer und der Solidaritätszuschlag.
Einzelunternehmen und Personengesellschaften werden transparent besteuert.
Gewinne und sonstige Einkommen unterliegen der Einkommenssteuer. Bei
Kapitalgesellschaften unterliegen Gewinne der Körperschaftssteuer. Eine höhere
Belastung tritt bei der Ertragssteuer auf. Hier gilt es besonders die wirtschaftliche Doppelbesteuerung zu begrenzen. Dabei spielen Teileinkünfteverfahren, Abgeltungssteuer, Betriebsausgaben oder körperschaftliche Schachtelprivilegien eine Rolle. Eine andere Art gegen wirtschaftliche Doppelbesteuerung ist die körperschaftssteuerrechtliche Organschaft. Bei Einkünften aus Gewerbebetrieb ist zusätzlich Gewerbesteuer zu zahlen. Zur Besteuerung des Verbrauchs gehören vor allem die Umsatzsteuer und die Grunderwerbssteuer.

Steuerpflicht der Einzelunternehmer & Personengesellschaften

Einzelunternehmer und Personengesellschaften haben 3 Steuerarten an das
Finanzamt zu entrichten:

  • Einkommenssteuer,
  • Gewerbesteuer,
  • Umsatzsteuer.

Mit der Einkommenssteuer wird das gesamte Einkommen versteuert. Auch der
Gewinn abzüglich der Sonderausgaben wie private Krankenversicherung, Spenden,
Unterhaltsleistungen oder außergewöhnliche Belastungen ist zu versteuern. Dabei
wird ein Grundfreibetrag eingehalten, der gesetzlich vorgegeben ist. Der
Steuersatz variiert je nach Einkommen von 6 bis 42 % zuzüglich dem
Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer.

Formel: zu versteuerndes Einkommen x Einkommenssteuersatz = Einkommenssteuer

Ab einem Gewerbeertrag von 24.500 Euro wird die Gewerbesteuer fällig. Der
Gewerbeertrag entspricht dem Gewinn. Die Steuermesszahl von 3,5 % gilt immer
pauschal. Der Hebesatz ist vom Standort des Unternehmens abhängig und wird von
der Gemeinde festgelegt.

Formel: Gewerbeertrag x 3,5 % x Hebesatz = Gewerbesteuer

Ist der Freibetrag von 17.500 Euro unterschritten, gilt der Unternehmer als
Kleinunternehmer und muss keine Umsatzsteuer bezahlen. Umsatz ist der Wert aus
Verkauf, Verpachtung, Vermietung von Dienstleistungen und Waren. Beim Umsatz
wird unter mengenmäßigen und wertmäßigen Umsatz unterschieden. Der mengenmäßige
Umsatz ist die Umsatzmenge, der wertmäßige Umsatz errechnet sich aus Absatzmenge
multipliziert mit dem Verkaufspreis. Beim Umsatz werden Erlösschmälerungen wie
Rabatte, Skonti und die Umsatzsteuer abgezogen. Zum Umsatz zählt nicht:

  • Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen,
  • Versicherungsprämien, Provisionen,
  • Vermietung von nicht genutzten Gebäudeteilen,
  • Zinserträge.

Formel: Umsatz x Umsatzsteuersatz (7 % / 19 %) = Umsatzsteuer

Einzelunternehmer: Selbstständige, Freiberufler

Die Einzelunternehmer können Selbstständige mit Gewerbeschein oder Freiberufler
sein. Für Freiberufler entfällt die Gewerbesteuer, da sie auch kein Gewerbe
anmelden müssen. Haben Einzelunternehmen nicht mehr als 60.000 Euro Gewinn im
Jahr und nicht mehr als 600.000 Euro Umsatz, besteht keine Buchführungspflicht
(doppelte Buchführung). Es genügt eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR).
Freiberufler dürfen immer nur eine EÜR abgeben. Mit weniger Umsatz als 17.500
Euro gilt die Kleinunternehmerregelung mit Umsatzsteuerbefreiung.
Umsatzsteuervoranmeldungen für Freiberufler, deren Einkommenssteuer 7.500 Euro
übersteigt, werden monatlich abgegeben. Für Freiberufler mit einer ESt zwischen
1.000 und 7.500 Euro wird die Voranmeldung quartalsweise abgegeben. Wer weniger
als 1.000 Euro im Jahr ESt zu zahlen hat, muss nur einmal eine
Umsatzsteuererklärung abgeben.

Steuerpflicht als Kapitalgesellschaft

Die Einkommenssteuer wird bei Kapitalgesellschaften Körperschaftssteuer
genannt. Für Kapitalgesellschaften fallen an:

  • Körperschaftssteuer,
  • Gewerbesteuer,
  • Kapitalertragssteuer,
  • Umsatzsteuer.

Bei der Körperschaftssteuer gilt pauschal der Satz 15 % vom zu versteuernden
Einkommen zuzüglich des Solidaritätszuschlages. Es gibt keinen Freibetrag.

Formel: zu versteuerndes Einkommen x 15,825 % = Körperschaftssteuer inkl. Soli

Die Gewerbesteuer ist analog der Gewerbesteuer für Einzelunternehmen. Es gibt
keinen Freibetrag.

Formel: Gewerbeertrag x 3,5 % x Hebesatz = Gewerbesteuer

Die Kapitalertragssteuer fällt ausschließlich bei Kapitalgesellschaften an
bei Dividenden bzw. Ausschüttungen an Gesellschafter. Sie wird mit 25 % der
Kapitalerträge zuzüglich Soli und Kirchensteuer veranschlagt. Der Steuersatz
beträgt 26,365 % ohne Kirchensteuer, 27,8186 % mit 8 % Kirchensteuer und 27,9951
% mit 9 % Kirchensteuer.

Formel: Kapitalerträge x Steuersatz = Kapitalertragssteuer

Auch für Kapitalgesellschaften gilt der Kleinunternehmerfreibetrag von
17.500 Euro. Die Berechnung ist analog zu Einzelunternehmern und
Personengesellschaften:

Formel: Umsatz x Umsatzsteuersatz (7 % / 19 %) = Umsatzsteuer

Zur Vorbeugung der Steuerzahlungen am Jahresende wurden regelmäßige
Vorauszahlungen festgelegt. Das betrifft die Umsatzsteuervoranmeldung und die
Einkommenssteuervorauszahlung. Liegt die Umsatzsteuerzahllast unter 1.000 Euro,
kann eine Umsatzsteuerbefreiung beantragt werden. Bei der Umsatzsteuer ist es
von Vorteil, die Ist-Besteuerung zu wählen. Dann fällt der Umsatz nur an, wenn
die Forderungen auch wirklich gezahlt wurden.

Unter Umständen fällt noch eine Einfuhrumsatzsteuer an, wenn ein Unternehmen
Waren aus einem Nicht-EU-Staat bezieht, sofern die bei der Ausfuhr nicht
besteuert wurden. Die Steuer beläuft sich auf 7 oder 19 %. Die Höhe der Steuer
hängt vom Zollwert der Ware ab, wie hoch die Beförderungskosten waren und welche
Zölle bezahlt wurden.

Steuergestaltung mit Absetzung von Pauschalen

Am Beispiel Freiberufler kann man sehen, welche Möglichkeiten zur
Steuerreduzierung bestehen und was man von der Steuer absetzen kann. Dazu
gehören:

  • Werbungskosten,
  • Betriebsausgaben oder Betriebsausgabenpauschale u. a.

Im Allgemeinen können Selbstständige folgende Absetzungen geltend machen:

  • Abschreibungen,
  • Arbeitsmittel,
  • Arbeitszimmer,
  • Auto als Firmenwagen,
  • Bahncard,
  • Berufsbekleidung,
  • Betriebsnebenkosten,
  • Büromöbel,
  • Musikinstrumente für Musiker,
  • Computer,
  • Coworking-Space,
  • Dienstreisen,
  • Drucker,
  • Eigenleistung,
  • Energiekosten,
  • Archivierungsprogramme,
  • Essen gehen,
  • Fachbücher,
  • Fahrtkosten,
  • Flyer,
  • Fortbildung,
  • geringwertige Wirtschaftsgüter,
  • Haftpflichtversicherung,
  • IHK-Kosten, Berufsgenossenschaften,
  • Jagdscheine,
  • Kirchensteuer,
  • Logo-Gestaltung,
  • Miete,
  • Nutzungsdauer,
  • Ölwechsel am Firmenwagen,
  • Poolabschreibungen,
  • Qualifikationen,
  • Rechnungssoftware,
  • Schreibutensilien,
  • Telefon,
  • Virenscanner,
  • Wasserkochern,
  • Zierpflanzen u. a.

Das Wichtigste dabei ist, alle Belege zu sammeln und zu ordnen. Die
aufgezählten Punkte sind auf jede Art der Selbstständigkeit jeweils
aufzuschlüsseln. Bei der Berechnung von Energiekosten für ein Arbeitszimmer
kann der Vergleich der gesamten Wohnungsgröße herangezogen und auf das
Arbeitszimmer heruntergerechnet werden. Eine PC-Abschreibung beispielsweise wird
normalerweise auf 3 Jahre festgesetzt. Die Einbeziehung und Verrechnung von
Absetzungen, Abschreibungen und außergewöhnliche Belastungen können sich
wesentlich steuersenkend auswirken.

Nützliche Tipps für die Steueroptimierung

Anhand der aufgeschlüsselten Steuern und Absetzungsmöglichkeiten ergeben sich
weitgehende Möglichkeiten der Steuersenkung für Selbstständige und Unternehmer.
Diese Tipps sollte jeder Selbstständige und Unternehmer für sich selbst
analysieren, recherchieren und in die Steuererklärung einbauen. Der Gedanke
dazu, der Anstoß dazu ist hier konkretisiert. Die Realisierung für das eigene
Unternehmen zur Steuervermeidung bleibt dann Aufgabe des Unternehmers. Das Beste
ist, man zieht anhand der Vielfalt dieser Pauschalen, Möglichkeiten usw. einen
Steuerberater hinzu, der fach- und gesetzeskundig diese Analyse vornimmt, um
alle Möglichkeiten einer Steuergestaltung abzuchecken.

Tipps zur Steuersenkung für Selbstständige

Die Fülle an Regeln und Bestimmungen macht die Gestaltung der Steuererklärung
notwendig. Neben vielen anderen Möglichkeiten dienen die nachfolgenden legalen
Steuertipps dazu, die Abgabenlast wesentlich zu reduzieren. Dazu gehören:

  • die Istversteuerung,
  • der Investitionsabzugsbetrag,
  • die gewinnneutrale Rücklage,
  • der Antrag auf niedrigeren Steuersatz,
  • die Vorsteuerpauschalierung,
  • die Kleinunternehmerregelung,
  • die freiwillige Bilanz,
  • die geringwertigen Wirtschaftsgüter,
  • der Plan für Betriebsausgaben,
  • das KFZ,
  • der Privat PKW Vorsteuerabzug,
  • die Abschreibungen,
  • der Minijob für Ehegatten,
  • der Archiv- oder Lagerraum im Privathaushalt,
  • die Dauerfristverlängerung.

Grundsätzlich gilt die Sollversteuerung. Sobald die Rechnung erstellt ist,
gilt diese auch bereits als Einnahme. Bei der Istversteuerung gilt nur die
tatsächlich eingegangene Bezahlung als Einnahme. Kleine Unternehmen und
Mittelständler können bei geplanten Investitionen vom Gewinn 40 % der Kosten
abziehen. Das gilt für 3 Jahre, innerhalb derer die Investition dann auch
durchgeführt werden muss. Einen weiteren Vorteil bringt die gewinnneutrale
Rücklage für Schäden durch höhere Gewalt. Dann müssen die Gewinne aus
Versicherungszahlungen nicht versteuert werden. Wenn der Teil des Gewinns
innerhalb der Firma verbleibt, kann ein eventuell weiterhin niedriger
Steuersatz beibehalten werden. Für diesen Teil gilt dann nur eine Steuersatzhöhe
von 28,25 %. Bezahlte Vorsteuern werden vom Finanzamt erstattet, wenn eine
Gewinnermittlung nach EÜR erfolgt und der Umsatz im Vorjahr 61.356 Euro nicht
überstiegen hat. Die Kleinunternehmerregelung gilt für die Umsätze unter 17.500
Euro. Die Bilanzierung eröffnet allerdings auch Selbstständigen mit geringem
Umsatz die Möglichkeiten der Steuerersparnis beispielsweise durch
Ausgabenverteilung oder Rückstellungen. Gegenstände unter 800 Euro sind GWG und
können sofort steuerlich abgesetzt werden. Betriebsausgaben sollten umsichtig
geplant sein, da sie für eine Steuerersparnis ein wichtiger Faktor sind.
Betriebliche KFZ können mit den Nebenkosten voll abgesetzt werden. Ein privater
PKW, der zwischen 10 und 50 % für den Betrieb eingesetzt wird, kann dem
Unternehmensvermögen für die Vorsteuer zugeschlagen werden. Abschreibungen von
Investitionen vermindern ebenfalls den Gewinn. Minijobber können als
Betriebsausgabe abgesetzt werden. Der Ehegatte muss das Gehalt nicht
versteuern. Ein Archiv- oder Lagerraum im Privathaushalt darf nicht als
Arbeitsraum genutzt werden. Bei einer Dauerfristverlängerung für die Abgabe von
Steuererklärungen und Steuerzahlungen verschafft sich der Selbstständige einen
zusätzlichen Vorteil an Liquidität.

Ein kurzer Überblick noch dazu angeführt, in welchen Bereichen und womit ein
Selbstständiger Ausgaben steuerlich absetzen kann.

Bereich Wohnung und Familie:

  • Mit doppelter Haushaltsführung Steuern sparen,
  • Hochzeitsreisekosten steuerlich absetzen,
  • Schwangerschaftskosten von der Steuer absetzen,
  • Kosten für Haustiere steuerlich absetzen,
  • Umzugskosten absetzen,
  • Zweitwohnsitz steuerlich absetzen,
  • Kinderbetreuung von der Steuer absetzen u. a.

Bereich Mobilität und Reisen:

  • Fahrkosten,
  • Dienstfahrrad,
  • Leasing-Raten,
  • berufliche Reisende,
  • Ferienwohnung,
  • Geschäftsreise und Urlaub,
  • CO2-Ausgleich,
  • Betriebsausflug,
  • Reisekosten,
  • Reiseausstattung.

Bereich Beruf und Ausbildung:

  • Jobsuche,
  • Meister-BAföG,
  • Studium,
  • Fort- und Weiterbildungskosten,
  • Berufsbekleidung,
  • Auslandsfortbildung,
  • Ein- und Ausstand.

Bereich Geschenke und Anlässe:

  • Geschenke,
  • Weihnachtsgeschenke bis 35 Euro,
  • Weihnachtsfeier,
  • Bewirtungskosten.

Bereich IT und Büroausstattung:

  • geringwertige Wirtschaftsgüter,
  • Kontoführungsgebühren,
  • Werbungskosten,
  • IT-Kosten,
  • Buchhaltungssoftware,
  • Büromaterial,
  • Telefon- und Smartphonekosten.

Bereich Versicherung:

  • Zahnzusatzversicherung,
  • PKV-Beiträge,
  • Haftpflichtversicherung,
  • Krankenversicherung,
  • Hundehaftpflichtversicherung.

Bereich Arbeitsort:

  • häusliches Arbeitszimmer,
  • Home Office und Co-Working-Place,
  • Ausstattung für Home Office,
  • Marketingkosten.

Tipps zur Steuersenkung für Unternehmer

Einige allgemeine Vorschläge zur Steuersenkung für Unternehmer, die auch
durchaus für andere Selbstständige anwendbar sind:

  • Präsente für Geschäftspartner, Kunden oder langjährige Mitarbeiter,
  • Wertverlust beim Diesel ansetzen mittels Teilwertabschlag auf den alten
    Bilanzwert,
  • schnell noch Mahnungen schreiben mittels offene Forderungsposten,
  • Zwischenrechnungen von Handwerkern anfordern,
  • Investitionsabzugsbetrag nutzen,
  • Sonderabschreibungen für KMUs zur Förderung kleiner und mittlerer
    Betriebe nach § 7 Abs. 5 des EStG,
  • Betriebsvorrichtungen gesondert abschreiben,
  • Kleininvestitionen,
  • Kapitalkonto aufstocken,
  • Rechtsform wechseln,
  • Rücklagen bilden,
  • Bestände bei Inventuren abwerten,
  • Rente absichern.

Vielfach wird empfohlen, mehrere GmbHs zu gründen unter dem Dach einer
sogenannten Holding. Dabei wird das operative Geschäft vom Vermögensaufbau
getrennt in Mutter- und Tochtergesellschaften. Das bietet den Vorteil der
Risikominimierung. Wenn Dividenden oder Verkaufsgewinne in die
Muttergesellschaft und nicht zu Privatpersonen fließen, fallen geringere Steuern
an. Die Mutter-GmbH zahlt nur 5 % in der Höhe der Körperschafts- und
Gewerbesteuer. Der Steuersatz liegt damit bei 0,75 % und 1,4 %, was eine
Ersparnis von knapp 200 % zur Folge hat. Beim Verkauf eines Unternehmens sind
die Unterschiede noch deutlicher. Einzelunternehmer müssen 25 % des Gewinns
abführen. Der Spitzensteuersatz beträt 48 % des Verkaufsgewinns, falls es nicht
beim Verkauf bleibt. Beträgt der Verkaufsgewinn 1 Mio. Euro, wird er somit um
die knappe Hälfte geschmälert. Fließt der Verkauf in die Mutterfirma, fallen nur
0,7 bis 1,4 % auf den Verkaufsgewinn an bei einem Gewerbesteuersatz von 1,1 %
des Verkaufswertes. Daran ist zu erkennen, dass den Unternehmensformen bei der
Steuerentlastung eine entscheidende Bedeutung zukommt. Wird jedoch der Gewinn
der Holding ausgeschüttet, fallen wieder hohe Steuern an. Es obliegt dem
Unternehmen, Verkaufsgewinne steuergünstig zu verwalten.