Gefahren bei Auslandssachverhalten

Der nachfolgende Inhalt versteht sich als Kommentar des Teams der Gründungskanzlei. Sollten Sie sich mit dem Thema Firmengründung im Ausland befassen lesen Sie diesen Beitrag aufmerksam. Nichts ist kostbare als korrekte Informationen bei Auslandssachverhalten. Sie erfahren was rechtlich zulässig ist und wovon seriöse Geschäftsleute die Finger lassen sollten.

Gründen Sie wo die Steuern am geringsten sind!?

Zugegeben. Dieser Satz klingt verlockend. In Hong Kong zahlt Ihre Firma keine Steuern. Sollten Sie deshalb einfach eine Firma in Hong Kong gründen?
Nein. Der Gesellschafter ist anonym. Gleiches gilt für den Director. Selbst die Bank in Hong Kong gibt keine Auskünfte über den Kontoinhaber heraus. Doch was wen etwas schief geht? Das würde bedeuten, dass das Finanzamt, sofern es Ihnen diese Firma zurechnet, um Nachzahlung aller fälligen Steuern bittet zzgl. Säumniszuschlägen.

Günstig gründen und Aktivitäten entfalten

Es gibt am Markt viele Anbieter, die sich als reine Gründungsagenturen verstehen und dann eben nur eine Firma eintragen lassen. Dann wird in der Regel ein Konto eröffnet und der Kunde erhält die Firmenunterlagen zugesandt. Zunächst scheint dies auch völlig normal. Als Director und Shareholder werden Firmen eingetragen, die dem wirtschaftlich Berechtigten, also dem Mandanten, nicht zuzuordnen sind. Der Mandant nutzt seine Auslandsfirma, um seinen Kunden Rechnungen zu schreiben und wird Gelder vereinnahmen. Die Anmeldung der Gewinne beim deutschen Finanzamt unterbleibt jedoch. Die Gründungsagentur sieht sich nicht in der Verantwortung, ihren Kunden steuerrechtlich zu beraten. Die Agentur nimmt lediglich die Eintragung der Firma vor und stellt die Treuhänder. Es gilt das Eigenverantwortungsprinzip für den Kunden.

Ein solches Vorgehen mag einige Jahre funktionieren, aber es ist nicht zulässig. Mitunter gibt es Tausende solcher Sachverhalte, die den Steuerbehörden bislang unentdeckt geblieben sind. Vor Jahrzehnten waren deutsche Steuerbehörden auch noch nicht soweit, solche Sachverhalte aufzuklären. Diese Zeiten haben sich jedoch rapide geändert.

Die reine Gründung ist billig

Eine Firma zu gründen ist in fast allen Ländern dieser Welt sehr einfach und kostengünstig. Dies liegt vor allem daran, dass jeder Staat Firmen braucht, die Steuern zahlen. In den USA gibt es in Bundesstaat Nevada eine sog. „State Filing Fee“ in Höhe von 75 USD. Das sind zunächst einmal die realen Kosten einer Firmengründung in diesem Staat. US-Anbieter bieten die Gründung für insgesamt 250 USD an inkl. Geschäftssitz und Übermittlung der Firmenunterlagen.
Deutsche Anbieter kaufen bei eben diesen Agenturen ein verkaufen diese Leistung dann für ein Vielfaches. Daran ist nichts falsch, aber ein solches Firmenmantel ist relativ nutzlos. Denn ohne einen realen Geschäftssitz wird diese US-Firma nicht in den USA steuerpflichtig, sondern genau dort wo real die Geschäfte betrieben wird.
Zusammenfassend sind demnach die Gebühren des Handelsregister, die einzigen direkten Kosten, die an den Kunden weitergereicht werden. Andere Gebühren ergeben sich durch den Unterhalt eigener Büros, Mitarbeiter und durch das Gebühren für Steuerberatung.

Auslandsfirma als Beratungsfirma

Einige Inhaber einer Auslandsfirma halten es auch für möglich ihrer deutschen Firma eine Rechnung über Beratungsleistungen zu schreiben.  So werden schnell einige Tausend Euro ins Ausland transferiert. Der Gewinn in Deutschland wird in Höhe dieser Rechnungen verkürzt. Eine solche Gewinnverkürzung ist allerdings nicht zulässig. Bei einer Betriebsprüfung kommt das böse Erwachen.

Wie soll das Finanzamt das je erfahren?

Jeder gute Steuerprüfer sieht sich zuerst die größten Ausgaben des zu prüfenden Unternehmens an. Dummerweise fällt hier genau eine solche „Beratungsleistung“ hinein. Eine oder mehrerer solcher Rechnung werden dann genauestens geprüft. Dies gilt übrigens generell für Rechnungen aus dem Ausland, die nicht sofort einen konkreten Zusammenhang zwischen der Betriebstätigkeit und der bezahlten Leistung/Ware erkennen lassen. Eine Stelle für Auslandssachverhalte teilt dem Steuerprüfer mit, ob es sich bei der Auslandsfirma um eine Briefkastengesellschaft handelt. Es gibt einfache Prüfkriterien, die sehr einfach und effizient sind.
Zum einen sind die Sitzadressen der Gründungsagenturen beim Bundeszentralamt für Steuern erfasst. Die Überprüfung der Firmenadresse gibt dem Steuerprüfer so bereits Aufschluss hierüber, ob es sich um eben eine solche Briefkastengesellschaft handelt könnte.
Solche Firmen im Ausland zu gründen ist eine große Sorglosigkeit und keine gute unternehmerische Entscheidung.

Doch wie lassen sich legal Steuern sparen?

Generell gilt, dass Gelder nur fließen sollten, wenn ein tatsächlicher Leistungsaustausch erfolgt. Nicht nachvollziehbare Beratungen gehören nicht dazu. Eine Firma im Ausland, dient nicht dazu Schwarzgeld anzuhäufen. Auch wenn viele Inhaber ihre Firma dazu missbrauchen, ist es eine Dummheit Gelder nicht zu versteuern.

Schwarzgeld bringt keinem Unternehmer einen wirklichen Nutzen. Sie können über Schwarzgeld nicht frei verfügen, es in Deutschland nicht ausgeben. Früher oder später müssten sie dazu übergeben es zu versteuern, um es nutzen zu können.
Von Laien häufig empfohlen wird die Gewinnansammlung im Ausland. Die Versteuerung erfolgt dann nach einem Wohnsitzwechsel in einem Land mit 0% Einkommensteuersatz. Diese Variante ist ebenfalls nicht zulässig.

Ein Unternehmer sollte daher versuchen die Steuerlast legal zu senken, bestmöglich. Der Aufwand muss im Verhältnis zum Nutzen, der Steuerersparnis stehen. Weiteres Ziel sollte die Vermögenssicherung sein. Im Falle einer Krise, sollte Vermögen gesichert sein.

Eine Briefkastenfirma bringt nur Probleme

Der einzige Zweck, der eine Briefkastenfirma erfüllen kann, ist die Sicherung von Vermögen. Eine Briefkastengesellschaft, die keine Gewinne erzielt, sondern lediglich über ein Geschäftskonto verfügt und dort Vermögen parkt. Also bereits versteuertes Einkommen. Die Nutzung wäre legal. Das Konto bildet eine Rücklage für den Unternehmer. Etwaige Zinsgewinne müssen in Deutschland versteuert werden.

Sie benötigen eine richtige Firma. Neben einem Briefkasten muss diese über Angestellte, Geschäftsführer im Land des Sitzes und Büroräumlichkeiten verfügen. Dies sind Kriterien anhand derer sich ein echter Geschäftsbetrieb nachweisen lässt. Diese Firma würde vom Finanzamt anerkannt werden. Steuerlich bedeutet dies, dass die Unternehmensbesteuerung auf das Sitzland beschränkt ist.
In Malta wären das 5%. Dies ist der Körperschäftssteuersatz. Eine Gewerbesteuer oder vergleichbares gibt es in Malta nicht.

 

Welche Vorteile bietet eine Auslandsfirma?

  • Steuerersparnis
  • Geringere Lohnkosten
  • Günstigerer Materialeinkauf
  • Günstigere Produktionskosten

Die größten Fehler bei einer Firmengründung im Ausland

Viele Agenturen und Gründungskanzleien beraten nicht umfassend oder falsch. Erfahren sie worauf sie achten sollten.

Seriösität

Häufig denken Gründer Auslandsgesellschaften sind halbseiden, Steuerhinterziehung wird begünstigt und Briefkastengesellschaften sind eher die Regel als die Ausnahme. Das stimmt allerdings nur bei einigen Gründungsagenturen, die nicht über die nötige Expertise verfügen. Selbsternannte Kanzleien, die keine Steuerberater oder Rechtsanwälte beschäftigen, gründen in der Regel Gesellschaften, die kaum legal betrieben werden können. Wir gründen und betreuen Gesellschaften, die einer steuerlichen Prüfung standhalten und rechtlich einwandfrei betrieben werden können.

Man muss in dem Land wohnen in dem man eine Firma gründet?

Man muss im dem Land wohnen in dem man eine Firma gründet. Das ist falsch. Sie können weltweit eine Firma gründen, sofern das jeweilige Land Ihnen als Ausländer erlaubt, Anteile an lokalen Firmen zu erwerben oder als Geschäftsführer tätig zu sein. Ist dies nicht der Fall können Treuhänder eingesetzt werden. Zypern erlaubt jedem EU-Bürger eine Firma zu besitzen und zu leiten. Trotzdem können zwecks Identitätsschutzes Treuhänder eingesetzt werden.Wichtig ist jedoch, dass die Geschäftsleitung vor Ort, in dem Land, in dem die Firma steuerpflichtig sein soll, erfolgt. Außerdem muss eine Betriebsstätte eingerichtet werden. Ohne diese erkennt ein deutsches Finanzamt die Firma nicht an und würde im schlimmsten Fall die Nachzahlung der Körperschafts- und Gewerbesteuern plus Säumniszuschläge verlangen. Wir vermieten Ihnen ein reales Büro und richten eine Betriebsstätte ein, die alle Anforderungen zweifelsfrei erfüllt.

Problemkanzleien: Schließung wird erschwert

Manche Kanzleien binden Kunden mit Knebelverträgen und üben Druck aus, wenn der Kunde die Firma schließen möchte. Wenn Sie Kunde einer Kanzlei sind, die Ihnen eine rechtlich nicht einwandfreie Firma gegründet hat, machen sie sich erpressbar. Denn im Falle einer steuerlichen Problematik, sind Kanzleien ohne Zulassung nicht an eine Verschwiegenheitspflicht gebunden.

Kanzleiwechsel wird erschwert

Uns erreichen viele Anfragen von Kunden, die bereits eine Zypern Firma besitzen, und eine neue Kanzlei suchen. Der Wechsel zu uns wird dann häufig erschwert. So werden horrende Abschlussrechnungen gestellt, die erst bezahlt werden sollen, bevor ein Wechsel möglich ist.Daher haben wir ein Vertrauensprinzip entwickelt. Sollten Sie mit uns nicht zufrieden sein und wechseln wollen, können Sie das jederzeit tun. Die hierfür notwendigen Unterlagen (resignation letter), erhalten Sie von uns standardisiert nach Gründung. Sie sind somit vor unerwarteten Kosten geschützt und es steht Ihnen frei jederzeit eine andere Kanzlei aufzusuchen. Bislang haben wir noch keinen Kunden an eine andre Kanzlei verloren.

Datenschutz/Kanzleistandort

Datenschutz / Kanzleistandort Ihre Buchhaltungsunterlagen sind bei uns auf Zypern sicher. Zudem werden alle elektronischen Daten nur verschlüsselt gespeichert und außer uns, die an eine berufsrechtliche Verschwiegenheit gebunden sind, hat niemand Zugang. Alle Buchhaltungsunterlagen werden außerdem nur lokal gespeichert. Es ist keinen Hackern möglich an diese Daten zu gelangen..

Keine Steuern?

Es gibt durchaus Standorte auf der Welt, die von ihren Firmen keine Steuern verlangen oder nur eine sehr geringe Pauschalsteuer veranschlagen. Doch hiervon können in der Regel kaum noch Firmen Gebrauch machen. Denn die Voraussetzungen, um diese Möglichkeiten wirklich legal nutzen zu können sind derart hart, dass sich dieser Aufwand erst ab einem hohen Millionengewinn lohnt. Anbieter die anderen versprechen spielen mit dem Risiko einer Steuerstraftat, für die dann der Mandant belangt wird. Wir raten Ihnen davon ab, Firmen in Ländern zu gründen, die von der OECD bereits auf die schwarze Liste gesetzt wurden. Die Gründung ist zwar meist sehr günstig, aber die steuerlichen Folgen in Deutschland können verheerend sein.

Wir halten uns an folgenden Kodex:

  • Rechtssichere Gründungen
  • Keine unerwarteten Kosten
  • Keine falschen Versprechen
  • Für alle Anforderungen die passende Lösung zu finden

Mit dieser Strategie sind wir bereits seit dem Beitritt Zyperns auf dem Markt positioniert und haben bislang keinen Kunden enttäuscht. Das soll auch so bleiben. Wir sind darauf bestrebt, dass jeder Mandant zufrieden ist und mit seiner Lösung keine Risiken eingeht, sondern eine legale Steuerersparnis erzielt. Eine Firma zu betreiben, die einen echten Geschäftsbetrieb in Zypern aufnimmt, verursacht höhere Kosten als eine reine Briefkastengesellschaft, ist aber die einzige Variante, um eine legale Steuerersparnis zu erzielen.

Was macht eine Firmengründung im Ausland so attraktiv?

In der Regel sind die finanziellen Vorteilen der Hauptgrund für eine Firmengründung im Ausland. Diese entstehen nicht nur durch Steuerersparnis oder niedrigere Gehälter. Auch gibt es in anderen Ländern andere Umweltnormen, die gerade die Kosten im Hinblick auf die Produktion vergünstigen.

Unternehmenssteuern im Vergleich am Beispiel Deutschland, Malta & Zypern

Anhand geltender Steuersätze ergeben sich nachfolgende Unterschiede in der Steuerbelastung. Hinzu kommen weiche Faktoren. Das Finanzamt in Zypern benötigt bspw. keine Belege für Buchungen über Kreditkarte oder Konto bis 500 EUR. Hier ist nur der Zweck anzugeben. Generell gilt, dass Hinzurechnungsbeträge geringer ausfallen und alle Betriebsausgaben vollumfänglich im Jahres des Entstehens geltend gemacht werden können. In Deutschland gelten härtere Regeln für die Abschreibung von Wirtschaftsgütern.

Deutsche GmbH Malta Limited Zypern Limited
Gewerbesteuer 16,45% (Beispiel Hamburg) entfällt entfällt
Körperschaftssteuer 15,825% (inkl. Soli) 5% effektiv 2,5% (bei Lizenzen)
Gewinn vor Steuern 100.000 EUR 100.000 EUR 100.000 EUR
Gewinn nach Steuern 67.725 EUR 95.000 EUR 97.500 EUR
Ersparnis gegenüber GmbH - 27.275 EUR 29.775 EUR

Legale Steuervorteile nutzen, so geht´s

Wenn Sie Fragen zum Thema legale Steuergestaltung z.B. durch Wahl eines vorteilhaften Firmensitzes haben, nutzen Sie unser Kontaktformular. Wir beraten Sie gern und unverbindlich über die Möglichkeiten.

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